Zäune mit Sichtschutzfunktion: Ist Privatsphäre vorhanden?
21. November 2024Ein Gartenzaun mit Sichtschutzfunktion hat zahlreiche Aufgaben zu erfüllen. Egal, ob Angrenzung vom Grundstück, als Sichtschutz zum Nachbarn oder als optische Verschönerung, um Mülltonnen oder Fahrräder zu verstecken. Bei der Auswahl kommt es nicht allein auf das Material an.
Bereits der Zaunkauf allein birgt einige Hindernisse. Es ist schließlich nicht nur das Material zu achten, sondern auch, ob der Zaun über Funktionen verfügen soll. Viele Grundstücksbesitzer legen zwar auf Sicherheit sowie auf Langlebigkeit das größte Augenmerk, aber wie sieht es eigentlich mit der Privatsphäre aus?
Die Kategorie Zäune kann einfach in zwei Bereiche unterteilt werden. Zum ersten zählen die halbhohen Zäune, zum zweiten mannshohe Sichtschutzzäune. Letztere verhindern zwar durch stattliche Höhen von bis zu 1,80 Meter, dass neugierige Passanten in den Garten schauen können, mit gutem Aussehen haben sie allerdings nicht mehr viel gemeinsam.
Natürlich dient ein Sichtschutz zahlreichen Zwecken, aber die ursprüngliche Funktion „Sichtschutz“ kann auch komplett entfallen.
Inhaltsverzeichnis
Einsatzmöglichkeiten von einem Sichtschutzzaun
Der ursprüngliche Zweck eines Sichtschutzes liegt auf der Hand, er soll vor fremden Blicken schützen. Wer möchte sich schon gern auf den Frühstückstisch schauen lassen? Das Bedürfnis nach Abschirmung ist gerade dann hoch, wenn das Grundstück an einen öffentlichen Weg grenzt. Es gibt einige gute Gründe, warum sich immer mehr Personen für einen Sichtschutzzaun entscheiden.
Prinzipiell kann ein Sichtschutzzaun aus diversen Materialien bestehen. Im Trend liegen allerdings Materialmixe, die für Vielfalt auf einem Grundstück sorgen. Die Kosten sind abhängig davon, welches Material zur Verwendung kommt. Daher ist ein Sichtschutz aus Holz natürlich um einiges günstiger als ein Sichtschutz aus Glas, einem Sichtschutzzaun aus Metall oder einem anderen Material. Aluminium und WPC bilden eine preisliche Mitte.
Unterschiedliche Arten von Sichtschutz
Der Klassiker ist immer noch der Sichtschutz aus Holz. Für den Außeneinsatz eignen sich hervorragend Hölzer bestimmter Sorten wie Kiefer, Fichte oder Douglasie. Holz sorgt für einladende Atmosphäre und passt sich stilistisch hervorragend einer mediterranen Gartengestaltung an.
Wetterfest bekommen Besitzer ihren Sichtschutz aus Holz durch eine Behandlung der jeweiligen Oberflächen. Ein direkter Kontakt mit dem Boden ist jedoch zu vermeiden, da Holz schnell zur Verrottung neigt. Ein solides Fundament schafft Abhilfe.
Glas bietet den Vorteil, dass es nicht nur vollkommen windundurchlässig ist, sondern genügend Licht auf das Grundstück lässt. Glas ist extrem witterungsbeständig und einfach mit Wasser zu reinigen. Über eine Bruchsicherheit brauchen sich Besitzer keine Sorgen zu machen, da dieser Sichtschutz aus Sicherheitsglas konzipiert ist.
Glas sorgt für zahlreiche Möglichkeiten. Es kann vollkommen blickdicht oder teilweise blickdicht sein und es gibt diesen Sichtschutz sogar als partiell satiniert, sodass individuelle Muster entstehen können. Besitzer können so durchsichtige und undurchsichtige Felder schaffen, je nach Geschmack und Möglichkeiten.
Wer einen extra langlebigen und wetterfesten Sichtschutz sucht, ist mit Kunststoff wie beispielsweise WPC bestens beraten. Die pflegeleichten Zäune sind abwaschbar, jedoch wartungsfrei und benötigen ansonsten keine Pflegemaßnahmen.
Beim Material bietet sich einem Kunden eine sagenhaft große Form- und Farbvielfalt, sodass der Sichtschutz passend zu schon vorhandenen Gartenmöbeln oder dem Anstrich des Hauses gewählt werden kann. Bei der Farbechtheit macht es sich bezahlt, wenn Käufer etwas tiefer in die Tasche greifen, da die Farbe selbst nach vielen Jahren noch erhalten ist.
Gartenbesitzer, die eine hohe Funktionalität zu schätzen wissen, sollten sich über einen qualitativ hochwertigen Sichtschutz aus Aluminium Gedanken machen. Dieser fügt sich fantastisch in modern gestaltete Gärten oder Terrassen ein.
Alu verfügt über ein geringes Gewicht, jedoch über eine sehr hohe Festigkeit und ist einfach, selbst von einem Laien, zu montieren. Aluminium besticht durch seine enorm hohe Wetterbeständigkeit und seinen geringen Pflegeaufwand. Aufgrund der glatten Oberflächen hat Schmutz so gut wie keine Chance, der sich jedoch im Notfall leicht abwaschen lässt.
Grundstücksbesitzer mit einem Hanggrundstück beziehen als Sichtschutz oftmals einen Sichtschutzzaun aus entweder Gabionen oder Steinen mit ein. Das Errichten einer Steinmauer bedeutet zwar größeren Aufwand, bedeutet jedoch lange Lebensdauer sowie geringe Pflegemaßnahmen.
Eine lose geschichtete Natursteinmauer verfügt, anders als Gabionen, über einen ökologischen Nutzen, da sie zahlreichen Tierchen Unterschlupf gewährt.
Qualitätskriterien
Sichtschutzzäune müssen eine Menge aushalten. Er muss beispielsweise starken Wind überstehen, sollte nicht sofort umfallen, wenn irgendeiner bei Gartenarbeiten dagegenstößt und er muss über einen langen Zeitraum seine Schönheit behalten.
Bei einem Sichtschutzzaun kommt es also auf hochwertige Qualität an. Das betrifft wiederum nicht nur das Material, sondern insbesondere die Verarbeitung. Sind einzelne Elemente nur einfach zusammengetackert oder fest mittels Edelstahlschrauben verschraubt, und natürlich welches Material zur Verwendung kam.
Experten empfehlen immer, sich bei einem solchen Zaun zuerst bei einem Fachhändler umzuschauen.
Welche gesetzlichen Regelungen gelten bei einem Sichtschutzzaun?
Wer einen Sichtschutzzaun aufstellen möchte, insbesondere wenn dieser Einfluss auf das öffentliche Straßenbild oder ein Nachbargrundstück angrenzt, muss sich im Vorfeld über gesetzliche Bestimmungen informieren. Diese sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und regeln die Bedingungen einer Montage.
Als Erstes hilft es, sich bei der örtlichen Baubehörde zu informieren. Die flächenmäßige Verbreitung von Sichtschutzzäunen ist ein deutliches Zeichen, dass dieses Vorhaben in der Regel problemlos vonstatten gehen kann. Ein Gespräch mit dem Nachbarn sollte ebenfalls vor dem Aufstellen stattfinden, das erspart zu einem späteren Zeitpunkt eventuell Ärger.
Der Zaun sollte sich allerdings in das Gesamtbild nicht nur von dem betreffenden Grundstück, sondern auch von den Nachbargrundstücken eingliedern und nicht hervorstechen.


